Workshop und Exkursion - Mein Wald im Klimawandel

5.11. 2019 - Gasthaus zum Messnerwirt Wachsenberg und Gut Poitschach

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Umfrage über den Klimawandel in unserer Region

Die Umfrage wird von der Universität für Bodenkultur durchgeführt. Mit Ihrer Teilnahme an der Umfrage liefern Sie einen wichtigen Beitrag, damit für unsere Region zugeschnittene Maßnahmen entwickelt werden können. Wir laden Sie daher ganz herzlich ein, an dieser Umfrage teilzunehmen und bedanken uns bereits im Voraus für Ihre Unterstützung. Sie brauchen zur Beantwortung der Fragen ca. 10 - 15 Minuten.

KLAR!

Die österreichische Wissenschaft ist sich einig, dass Österreichs Regionen und Gemeinden durch die Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen sind und zukünftig noch stärker sein werden. Temperaturextreme, Starkregen oder Trockenheit sorgen vermehrt für Schlagzeilen und bringen neue Herausforderungen mit sich. Zusätzlich zu den extremen Wetterereignissen sind lokal schleichende Veränderungen zu beobachten, wie etwa ein vorzeitiger Vegetationsbeginn, der Rückgang der Gletscher oder die Einwanderung neuer Arten – hervorgerufen durch den Anstieg der Durchschnittstemperaturen.

Um diese Herausforderungen des Klimawandels zu bestreiten, aber auch um sich ergebende Chancen zu nutzen, ist heute schon vorausschauendes Handeln nötig. Vor diesem Hintergrund wurde vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) im Herbst 2016 das Förderprogramm Klimawandel-Anpassungsmodellregionen (KLAR!) initiiert. Ziel des Programmes ist es, Regionen und Gemeinden die Möglichkeit zu geben, sich auf den Klimawandel vorzubereiten, mittels Anpassungsmaßnahmen die negativen Folgen des Klimawandels zu minimieren und die sich eröffnenden Chancen zu nutzen.

Warum die Region Tiebeltal und Wimitzerberge?

Bis jetzt ist der Schwerpunkt in der Region auf Klimaschutzmaßnahmen gelegen. Durch das KEM und das e5 Programm wurden die Gemeinden in diesem Bereich unterstützt. Klimawandelanpassung wurde auf Gemeindeebene kaum betrieben.

Herausforderungen für die Region

Die Gemeinden der geplanten KLAR! Region Tiebeltal und Wimitzerberge haben durch ihre ähnlichen natürlichen Voraussetzungen auch vergleichbare Herausforderungen durch den Klimawandel.

Lebensqualität

Öffentliche Plätze, Spielplätze und Strandbäder sind zum Teil nicht auf die steigenden Temperaturen ausgelegt. Es fehlten Beschattungsmöglichkeiten und Trinkwasserspender.

Forstwirtschaft

Der Waldanteil ist in allen Gemeinden hoch, im Durchschnitt bei 60%. Die Wälder der Region haben ähnliche Probleme: Biotische und Abiotische Ereignisse wie Borkenkäferkalamitäten, Eschentriebsterben, Windwürfe, Schneebrüche und zuletzt auch vermehrt Spätfröste treffen die Forstwirtschaft hart. Der Anteil an waldfremden Kleinwaldbesitzern ist hoch, häufig fehlt Know-How und Interesse. Die Jagd muss in die Verantwortung gezogen werden, um den Wildstand auf ein angepasstes Niveau zu bringen um angepasste resiliente Wälder heranzuziehen. Dafür wird es unbedingt notwendig sein Laubholz + Mischbaumarten zu erhalten bzw. einzubringen und den Aufwand für Pflege und Pflanzung senken., was beim jetzigen Wildstand in der Region leider nicht möglich ist.

Landwirtschaft

Die klassischen landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden werden unter anderem auf Grund von Trockenheit und Extremereignisse immer risikoreicher. Hier sind alternative Bewirtschaftungsformen gesucht. Im Gebiet gibt es aktuell eine Renaissance des Weinbaus, der hier historisch ansässig war. Es gibt den Weinbauverein Feldkirchen-Ossiacher See, der im sehr aktiv ist und den Weinbau fördert. Da für die meisten Landwirte dieses Thema absolutes Neuland ist, ist jede Unterstützung von besonderer Bedeutung. Die klimatischen Verhältnisse eignen sich zunehmend für Obst- Beeren- und Gemüseanbau, bis jetzt gibt es aber auch auf Grund von fehlendem Know-How erst einige wenige mutige die sich auf diesem Gebiet versuchen.

Seen und Teiche

In den betroffenen Gemeinden gibt es mehrere seichte, warme (eutrophe) Badeseen (Maltschacher See, Flatschacher See, St. Urbaner See, Goggausee) und Fischereigewässer (Wirthteich, Strußnigteich, Dietrichsteiner Teich und viele weitere kleinere Gewässer) die mit ähnlichen Problemen durch ansteigende Temperaturen kämpfen. Zwei dieser Seen standen im Sommer bereits knapp vor eine Sperre als Badegewässer. Dies wäre für den Tourismus und auch für die EinwohnerInnen eine Katastrophe. Auch die (Sport-) Fischerei ist betroffen, da die Änderung des Chemismus durch die Klimaänderung auch die Zusammensetzung und die Qualität des Fisches beeinflusst. Der Goggausee hat einen der bedeutendsten Bestände von Europäischen Flusskrebsen und Teichmuschel. Der Bestand des Edelkrebses ist stark gefährdet durch das Einwandern des amerikanischen Signalkrebses (durch die längere Eisfreiheit und Vegetationszeit auch vom Klimawandel beeinflusst).

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Kontakt

Karte Klar
Verein Fenergiereich

Feistritz 11, 9560 Feldkirchen

office@fenergiereich.at

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KLAR! Programm

DI DI Elke Müllegger

+43 664 3738672

klar@fenergiereich.at

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KEM Programm

Sabine Kinz, Bakk

kem.feldkirchen@kaernten-mitte.at

http://www.region-kaerntenmitte.at